Ich glaube – und jetzt?
Shownotes
Wie fängt Glaube eigentlich an? In dieser Folge sprechen wir darüber, wie Menschen ihren Weg mit Gott finden und was dabei wichtig sein könnte. Wir fragen: Muss sich etwas sichtbar in unserem Leben verändern oder reicht ein innerer Prozess? Welche Rolle spielen biblische Gebote? Und welche Bedeutung hat die Taufe? Ausserdem geht es um Gemeinschaft, Tradition und die Freude daran, mit Gott unterwegs zu sein. Ein ehrliches Gespräch über Zweifel, Freiheit und das Geschenk der Liebe Gottes. Du hast den christlichen Glauben neu für dich entdeckt? Oder bist du neugierig und hast noch massenhaft Fragen? Dann ist dieser Podcast genau für dich. Wir nehmen dich mit auf eine Reise zu den grundlegenden Fragen rund um den christlichen Glauben.
Kontakt Wir freuen uns sehr über Feedback, Fragen oder Themenwünsche via Kontaktformular: https://erf-medien.ch/services/podcast/
Zu hören in dieser Folge
- Simon Weinreich (38): Reformierter Pfarrer und als «Netz-Abt» Leiter des Netzklosters — einem digitalen Raum für analoge Meditation und Achtsamkeit. Er ist verheiratet und lebt mit seiner Familie im Zürcher Oberland.
- Heike Breitenstein (40): Theologin und Bildungsreferentin am «Pontes Institut für Wissenschaft, Kultur und Glaube». Sie promoviert zurzeit an der Universität Zürich im Bereich Praktische Theologie, lebt in Bern und liebt die Berge.
Autorin und Host: Rahel Boller
Links:
- Das «Pontes Institut für Wissenschaft, Kultur und Glaube» baut Brücken zwischen Denken und Glauben. https://www.pontesinstitut.org/
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Transkript anzeigen
00:00:00: Es
00:00:14: gibt natürlich manche Vorstellungen davon, dass man z.B.
00:00:16: ein bestimmtes Gebet beten müsste und erst dann wäre man wirklich dabei.
00:00:21: Ich finde es beruhigend und entlastend.
00:00:24: Gott sieht unser Herz an, ob ich innerlich mein Ja zu ihm gesagt habe.
00:00:28: Aber ich merke, inhaltliche Prozesse brauchen manchmal äußerliche Formen.
00:00:31: Deshalb, glaube ich, nicht Gott braucht irgendwie ein bestimmtes Gebet oder eine bestimmte Form.
00:00:36: Aber ich glaube, für den Menschen kann das eine Hilfe sein.
00:00:38: Glauben kompakt.
00:00:40: Christliche Spiritualität, der Forscher, versteht
00:00:44: Leben.
00:00:48: Willkommen zurück bei Glauben
00:00:49: kompakt.
00:00:50: Der Podcast für alle, die Basic-Fragen zum christlichen Glauben haben.
00:00:55: oder noch ganz am Anfang des Glaubens stecken.
00:00:58: Und ganz am Anfang sind wir auch bei unserer Folge von heute.
00:01:02: Nämlich wie der Frage, ich glaube
00:01:05: und jetzt.
00:01:07: Wir wollen heute also zusammen anschauen, was es ist, nachdem er sich gesagt hat, ja doch,
00:01:13: ich
00:01:14: glaube, ich glaube jetzt an den Gott.
00:01:18: Gibt es da konkrete Sachen, die man tun soll?
00:01:23: Wie sieht das aus?
00:01:24: Mein Name ist Raheel Buller und ich stehe heute mit Heike Breitenstein im Studio.
00:01:29: Sie ist diplomierte Theologin und promoviert an der Uni Zürich und mit Simon Weinreich, Spfarrer in einer reformierten Kühle und als Netzoppt auch in der digitalen Welt unterwegs.
00:01:42: Heike und Simon gab es bei euch mal den Moment, wo ihr denkt, krass, ich glaube ja.
00:01:51: Oder wenn es nicht gegeben hat, wenn ihr euch angefangen habt, mit Beschäftigten, dass ihr glaubt und was das für eues Leben bedeutet?
00:02:01: Ich bin christlich aufgewachsen.
00:02:03: Von daher habe ich jetzt nicht so ein Erlebnis, dass ich von null auf hundert mich umgekehrt habe und sagen würde, es gibt es vorher oder nachher, ich glaube nicht.
00:02:14: und dann plötzlich, ich glaube.
00:02:17: Aber es gibt auch so ein paar Erlebnisse in meiner Kindheit und Jugend, dass wir das so bewusst gemacht haben.
00:02:23: Doch irgendwie ist es ein Gott.
00:02:25: Ein solches Erlebnis, an das denke ich noch gerne zurück.
00:02:28: Als Kind fahre ich auf einen Schlittenfahrt in einem Zeffi-Lager.
00:02:34: Irgendwie hatte ich von der Schlittenpiste oben etwas Schiss.
00:02:38: Die war easy und so.
00:02:40: Und dann fahre ich los.
00:02:42: In mir ist mir die ganze Lied nachgelaufen, die wir in diesem Lagerin gesungen haben.
00:02:47: Ich habe keine Angst, denn ich bin mit ihr, sagt er her.
00:02:50: Und als ich unten angekommen bin, merkte ich, dass ich die ganze Schlittfahrt lang das Lied innerlich gesungen habe.
00:02:58: Und das hat mir mega gut gemacht.
00:03:00: Ich habe gemerkt, ich bin nicht alleine auf dem Schlitt, sondern Gott beschützt mich.
00:03:04: Das ist ein Erlebnis, das mir das bewusst gemacht hat.
00:03:09: was der Glaube auch für Auswirkungen hat, dass man Angst nehmen kann.
00:03:14: Das ist für mich sehr wertvoll.
00:03:15: Hier habe ich ein paar Erlebnisse.
00:03:16: Ich habe viel mit diesem Thema Schutzsicherheit nicht alleine sein zu tun.
00:03:21: Ich bin auch christlich aufgewachsen und bei mir war es so, dass ich mich dann sehr stark als Jugendliche gefragt habe, ja, mache ich das jetzt eigentlich nur, weil meine Eltern da so ein bisschen kirchlich engagiert sind und da habe ich sehr viele eigene Fragen gestellt und es war ganz wichtig für mich so viel zu diskutieren und so was.
00:03:38: und auf dem Weg habe ich wie so gemerkt, ah ja, das ist cool, da kommen ein bisschen Herz und ein Kopf, kommen wir so ein bisschen zusammen, ah ja, cool, da gibt es irgendwie Antworten.
00:03:45: und gleichzeitig ich mache aber auch.
00:03:47: Erfahrung, also ich mache Erfahrung mit dem Gott, ich habe so angefangen zu beten, ich habe angefangen in der Bibel zu lesen und ich glaube Fragen, die mich sehr beschäftigt haben, war so Fragen um so Identität und Selbstwert als Jugendliche, wer bin ich eigentlich, was macht eigentlich mein Wert aus?
00:04:03: und so die bedingungslose Liebe von Gott, das so zugesprochen zu bekommen und zu merken, hey, Das macht was mit meinem Herzen und es verändert mein Leben und es gibt mir wie so ein bisschen einen sicheren Stand.
00:04:13: Ich glaube, das war so ein Punkt, der für mich sehr wichtig war.
00:04:16: Und ich würde es insgesamt auch eher so ein bisschen als Weg beschreiben, wo so verschiedene Wegmarken und Erlebnisse gab und die mich immer wieder so auf diesem Glaubensweg wie weitergebracht haben, nichts Punktuelles.
00:04:29: Ja, aber gerade so die Frage nach Identität und Selbstwert, wer bin ich, was bin ich wert?
00:04:34: Das waren ganz wichtige Fragen, wo ich sagen könnte, da habe ich auch seine Gegenwart und seine Zuspruch erlebt und das hat etwas mit mir gemacht.
00:04:41: Ich kenne das auch so als Prozess, dass wir sich mit dem beschäftigen und gleich gehört man ja immer wieder von Leuten, die sich erst später anfangen mit dem Glaubenbeschäftigen, nicht schon als Kind.
00:04:53: Dann hat sich mein Leben total verändert, das ich angefangen habe zu glauben.
00:04:58: Muss
00:04:58: denn das so sein, dass wir am Anfang glauben, dass sich das Leben so sichtbar verändert.
00:05:03: Oder könnte man auch einfach weiterleben wie vorher.
00:05:06: Und im Kopf hat sich halt einfach etwas geändert.
00:05:09: Das sind oft so die Stories, die man gehört oder gerne erzählt.
00:05:15: Dass sich das Leben umgekehrt hat, was man zum Glauben kommt.
00:05:19: Und das ist natürlich schon auch ... Eindrücklich, und ich finde es auch nicht schlecht, wenn man so Geschichten weiter erzählt, oder in der Bibelase auch von Paulus wirklich so eine sprichwörtliche Saulus- und Paulusbekehrung erlebt hat.
00:05:33: Aber ich denke, das zeigt so meine Erfahrung und ich glaube, das zeigen auch die Zahlen von Universitäten, die das untersucht haben, dass es eher die Minderheit ist, dass es so erlebt, sondern meistens ist es ein Prozess, sodass zum Glauben kommt, dass das vielleicht mal irgendwo ankommt.
00:05:55: Mit Gedanken, was man sich macht, ist hier etwas Höheres.
00:05:59: Dann wird es immer konkreter, da kommen immer neue Fragen dazu.
00:06:02: Und von daher ist es noch wichtig für die Menschen, die ihnen denken, ich erlebe das aber gar nicht so krass, dass man da Druck ausnimmt und sagt, ich darf auch einfach Schritt für Schritt gehen.
00:06:17: Und dann ist es vielleicht gar nicht so ... sichtbar auf einem ersten Moment, dass man auf einem Weg ist.
00:06:23: Aber wenn man dann zurückguckt, merkt man doch, da hat sich etwas verändert in meinem Leben.
00:06:29: Vielleicht hält zu der Frage, ist es einfach was, was in meinem Kopf passiert?
00:06:33: Das finde ich schon wichtig, dass es jetzt nicht nur, ich sage mal, eine neue Art zu denken ist.
00:06:37: So jetzt habe ich mir eine neue Philosophie oder neues Lebenskonzept so angeeignet, sondern wirklich was Ganzheitliches.
00:06:44: Also das hat eine Auswirkung ja auf mein Denken, aber auch auf mein Fühlen und auf mein Handeln.
00:06:50: und die Spiritualität oder diese Beziehung zu Gott ist jetzt auch nicht ein Teilbereich von meinem Leben, vielleicht so Montag bis Freitag ist alles wie immer und dann Sonntag gibt es die eine Stunde, wo ich vielleicht jetzt in eine Gemeinde gehe oder sowas, sondern es hat Auswirkungen auf alle Lebensbereiche dann auch, also auf.
00:07:07: Die Art, wie ich Beziehung lebe, wie ich mich selber sehe, vielleicht auf einmal mit knedigen und liebenden Augen, wie ich mit Leuten umgehe, wie ich auch mit meinen Ressourcen umgehe.
00:07:17: Und da würde ich dir auch voll zustimmen, würde ich auch sagen, bei manchen ist das vielleicht sehr offensichtlich oder so ein krasser Wendepunkt, aber manchmal verändert sich auch erstmal ganz viel im Inneren und im Äußeren, vielleicht.
00:07:28: von dem, was man außen so beobachtet, wird so allmählich, eine oder andere sichtbar.
00:07:32: Aber es ist eine ganzheitliche Sache, wo ich als ganze Person mit allem irgendwie so in einen Prozess reingenommen werde.
00:07:39: Das finde ich mir sehr wichtig aus, dass ich heike.
00:07:43: In der Bibel wird auch ein Bild gebraucht.
00:07:44: Die Redezeit von einem Baum, der gute Früchte bringt.
00:07:48: Paulus führt das im Galatorbrief heraus, was Früchte sein können.
00:07:53: Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanft, Massage, Beherrschung, alles so.
00:07:59: Sachen, die wachsen.
00:08:00: Das ist ein Wachs.
00:08:02: Wie ein Öpfel am Baum.
00:08:03: Der ist nicht plopp, sondern wächst langsam.
00:08:08: Das finde ich noch wichtig zu sagen.
00:08:11: Das ist etwas, das Wachstum schenkt Gott.
00:08:13: Das ist nicht etwas, das wir machen, sondern etwas, das wir von Gott empfangen dürfen.
00:08:20: Du redest von dem Öpfel am Baum.
00:08:22: Wir wissen, an dem Baum sollte ein Öpfel entstehen.
00:08:25: Man hat das Ziel vor Augen, so zu sagen.
00:08:27: Gibt es das auch im Glauben, dass man sagt, das ist das Ziel, dort heimwillig?
00:08:33: Für mich wäre es eine Entwicklungsschichtung, aber ich sage ja, in die Art und Weise, möchte ich mich entwickeln auf dem Weg und da mache ich Schritte, da bin ich mit Gott im Gespräch, da gibt es mal auch manches vielleicht an praktischen Übungen, wo ich merke, das tut mir gut, also das ist ja immer eine Frage, wenn so auf einmal alles Neues, aha, wie lebe ich denn jetzt?
00:08:53: oder was sind vielleicht Formen in meinem Alltag, also vielleicht, dass ich mir am Morgen oder am Abend zur Zeit nehmen, mit dem Gott zu connecten, mir das zusprechen zu lassen, seine Liebe.
00:09:04: Ich werde bis dann auf den Tag zurückschauen und sage, aha, was hatte ich hier für Begegnungen, was ist passiert an diesem Tag und das mit Gott teil?
00:09:12: Und da gibt es für mich wie so eine Richtung, wo ich sage, ah, in diese Richtung würde ich mich gern entwickeln.
00:09:18: Und für mich ist das auch was ganz Attraktives am Christlichen Glauben, dass ich wie gesagt, wow, ich finde es toll, es gibt wie so eine Vision für mein Leben und auch eine Vision für meinen Mensch sein, wo ich sage, als Charakter mit den Werten, mit dem wer ich bin, so in die Richtung will ich mich entwickeln.
00:09:34: Und da handelt Gott an mir ganz entspannt, ohne Krampf.
00:09:38: Und da gibt es viele Rückschläge und viele Absenteins, aber es gibt irgendwie so eine Vision vor Augen.
00:09:44: Jetzt hast du gesagt, es gibt ein paar Sachen, die man machen kann, damit Gott connecte.
00:09:50: Das ist ganz vielfältig und ich finde, es gibt nichts, das man muss machen.
00:09:54: Das wäre wie falsch, wenn man sagt, jetzt habe ich Glaub und jetzt kommt da irgendwie ein Regelwerk und jetzt musst du so leben.
00:10:00: Das ist ganz individuell, was einem entspricht und was einem gut tut für diese Beziehung mit Gott.
00:10:07: Und das kann sich auch verändern im Verlauf des Lebens, dass man in einer anderen Lebensphase vielleicht Sachen ableckt, die man früher noch gerne ... gemacht hat oder so und dann aber irgendwie etwas Neues etabliert.
00:10:19: Das finde ich noch einen wichtigen Punkt beim Verändern, weil ja vielleicht könnte man ja so das Bild vom Glaube haben, aha jetzt hat man diesen Glauben und das hat man jetzt und das bleibt für immer gleich.
00:10:28: und das finde ich ganz ganz wichtig, dass sich das ja auch mit meiner Biografie verändert, also mit dem was ich sonst im Leben erlebe, also das nix Statisches, sondern was auch was im Prozess ist.
00:10:39: und wo ich bei manchen vielleicht gesagt habe, wie du sagst, da war mir das wichtig, die bestimmte Form, Mit Gott irgendwie zu connecten oder in der Gemeinschaft zu sein oder vielleicht auch im Denken oder im Handeln.
00:10:48: Und dann mache ich bestimmte Erfahrungen und sie leben, schreibt seine Geschichte.
00:10:51: Und das ist im Prozess und da ist der Glaube auch beweglich und auf dem Weg und nix irgendwie Statisches.
00:10:58: Wenn ich euch richtig verstehe, dann ist das sehr individuell.
00:11:02: Jeder Mensch muss sich nicht selber mit Gott herausfinden, was ist das, was er sich entwickeln soll.
00:11:08: Das kann aber auch extrem schwierig sein.
00:11:11: Wie finde ich denn das?
00:11:13: Wo das Gott, um ihr wo zu schoffen.
00:11:17: Also mir wäre jetzt ganz wichtig an der Stelle zu sagen, dass ich wenn der Glaube braucht Gemeinschaft.
00:11:22: Also ja, individuell, das was zwischen mir und Gott.
00:11:25: Aber ganz, ganz wichtig finde ich dabei die Gemeinschaft mit anderen Menschen, dass ich wo angedockt bin an eine Kleinkruppe, an eine Gemeinde und dass ich genau über solche Fragen im Gespräch bin.
00:11:35: Und da hilft mir das persönlich auch ganz stark zu sehen, ah, wir machen das eigentlich andere.
00:11:41: Und da kann ich mir von denen was abgucken und kann mich inspirieren lassen und kann denken, ah, nee, das passt jetzt aber nicht so zu mir, kann mit ihnen im Gespräch sein, auch wie verstehen sie vielleicht manche Dinge in der Bibel, weiter ganz viele Fragen stellen, weil die Fragen hören ja nicht auf.
00:11:54: sondern die gehen genauso weiter.
00:11:56: Also die Gemeinschaft mit anderen, das finde ich ganz entscheidend, dass es nichts ist, wo ich einfach mit mir selber ausmachen muss, sondern im Gespräch in der Gemeinschaft mit anderen.
00:12:05: Und noch so ganz, es geht Gemeinschaft.
00:12:08: Jetzt von Ort live mit Menschen, die mir wichtig sind, was du betont hast.
00:12:13: Aber wir sind in einer Tradition einbunden.
00:12:15: Zwei Tausend Jahre sind Menschen schon mit Jesus Christus unterwegs.
00:12:20: Und die haben auch schon ganz viel erlebt und viel aufgeschrieben.
00:12:24: Und da kann man auch sich dort Inspiration holen.
00:12:27: Irgendwo von mir ist jetzt so relativ neu in meinem Glaubensweg dazu gekommen, dass ich so die wirsten Väteren, wirsten Mietern total spannend finde.
00:12:36: Das ist jetzt etwas, Wir haben vorhin nichts gesagt oder so.
00:12:40: Wir denken, es ist schon ewig lange her, so in den ersten Jahrhunderten und so.
00:12:44: Und jetzt lese ich das und es spricht voll in mein Leben hinein.
00:12:47: Ich merke, da kann ich Sachen absehen, die mir jetzt gut tun.
00:12:52: Die Gemeinschaft ist noch grösser.
00:12:54: Das ist wirklich ein Einbetten in eine grosse Tradition.
00:12:58: Ja, spannend, das sind damals Leute, die haben sich zurückgezogen aus der Welt, aus dem Alltag, sind dann in die Wüste, durch das erwähnt Wüstenväter, Wüstenmütter, sind dann dort hingegangen und haben so im Rückzug bewusst gesucht, ja, oder bewusst versucht, spirituelle Erfahrungen, spirituelle Erlebnisse zu machen.
00:13:16: Und das wäre auch cool, dass wir von deren Schatz heute noch profitieren.
00:13:19: oder auch von Biografien vielleicht von Leuten, Lebensgeschichten.
00:13:23: oder auch Formen, die zu einer bestimmten Zeit ganz wichtig waren, wie man vielleicht betet oder wie man eine Liturgie oder einen Ablauf hat.
00:13:31: Die Geschichte ist so gross, das ist wirklich faszinierend.
00:13:35: Simone, du hast es vor erwähnt.
00:13:37: Es gibt nicht einfach allgemeine Regeln, die man sich beachten sollte.
00:13:41: Jetzt haben noch von den Schriften gesprochen und von den Erfahrungen.
00:13:46: Die Bibel ist ein ganz wichtiges Buch.
00:13:48: Im christlichen Glauben gibt es diese ominösen Zähgebote.
00:13:53: Und noch ganz viele mehr Gesetze dort drin, ganze Bücher von einem Gesetz.
00:13:59: Ja, man muss dann jetzt einfach sich an die halten.
00:14:02: Oder doch nicht so ganz.
00:14:05: Bezugs auf Gesetz ist mir ein Satz, auf einem der Bibel steht es sehr wichtig, zur Freiheit und das Christus befreit.
00:14:12: Es ist nicht so, wenn ich an Jesus glaube, dass ich in erster Linie einfach ... Die Bibel als Gesetzbuch muss ansehen, sondern vielmehr als ein Befreiungsbuch.
00:14:23: Aber trotzdem glaube ich, dass es gibt, das sehen wir auch im Leben von Jesus.
00:14:29: Wie er gelbte, wie er mit Menschen umging, ist ein gutes Vorbild, das lebensfördernd ist.
00:14:36: Ich verstehe die Gesetze auch so, dass sie am Leben dienen und nicht einengen sollen.
00:14:42: Ich kann das einfach vergleichen, wenn ein Fussball spielt.
00:14:48: Freudlos wäre das, wenn es keine Regeln gibt.
00:14:50: Es braucht ein bisschen Regeln, dass der Spielspass überhaupt entsteht.
00:14:54: Es braucht eine Begrenzung des Spielfelds, dass man sich einigte.
00:15:00: Doch hier können wir das Spiel machen.
00:15:03: So kann man es auch ein bisschen aufs Leben übertragen.
00:15:05: Dass es auch hier einfach Regeln braucht für das Zusammenleben oder eine Sache, die wir gut tun und wir nicht gut tun und doch ein Bibel.
00:15:15: Es war eine Hilfestellung.
00:15:18: Was würdest du jetzt jemandem empfehlen, der die Bibel frisch in die Hand nimmt und sagt, ich will mich mit ihm befassen.
00:15:25: Ich glaube jetzt an den Gott, was soll er oder sie mit diesem Gesetz machen?
00:15:33: Ich würde empfehlen, sich zuerst mit dem Leben von Jesus zu beschäftigen und den Evangelien zu lesen.
00:15:42: Einmal noch die Folgen von Glauben kompakt zur Bibel zu lösen.
00:15:45: Dort geben wir ganz viele Tipps wie man mit der Bibel umgehen kann und wie man sie versteht.
00:15:50: Das finde ich noch wichtig, wenn man die Bibel in die Hand nimmt, dass man auch weiss, was ich auf einem Text vor mir habe und wie ich den Text lesen soll.
00:16:00: Aber wenn man ganz frisch ist, kann man das Leben von Jesus schauen, wie man mit den Menschen umgeht.
00:16:06: Dann hat man schon ganz viel gewonnen.
00:16:08: Es wäre für mich auch ein falsches Verständnis von der Bibel, wenn man es jetzt als Regelbuch liest und denkt, jetzt schlag ich das auf und jetzt gucke ich, wo stehen jetzt die ganzen Regeln, sondern in erster Linie ist es ja Gottes große Geschichte mit.
00:16:20: mit den Menschen und eine Geschichte, die Geschichte von Jesus zum Beispiel, wie ein Mensch wird, was er erlebt.
00:16:26: Und ich finde es auch damit zu starten.
00:16:29: Und dann sieht man ja auch im zweiten Teil von der Bibel, also im sogenannten neuen Testament, da sieht man ja auch die, die Leute, die Jesus nachgefolgt sind, die ersten Christinnen und Christen.
00:16:39: Aha, wir haben die jetzt konkret versucht, Jesus nachzufolgen.
00:16:43: Und da sieht man dann auch manches wie diese Nachfolge von Jesus.
00:16:47: konkret wird und da mal reinzulesen, denn diese gibt es so manche Briefe oder sowas, wo dann auch manches deutlich wird, aha, wie sei das konkret in deren Kontext aus.
00:16:56: Das ist ja mehr gut, das auch im Kontext von der Zeit zu sehen und auch mit anderen drüber zu reden und zu gucken.
00:17:02: Was für große Prinzipien gibt es da vielleicht und was sieht in unserer Situation heute bei der Jesusnachfolge vielleicht anders aus, aber das dann auch im Kontext von der Jesusnachfolge zu sehen, wie wird die Freiheit konkret.
00:17:14: Und was wir nicht wollen, das ist ja der zweite Satz quasi.
00:17:16: Da geht es weiter, also lasst euch nicht wieder und das Joch von der Knechtschaft zwängen.
00:17:21: Und das bedeutet eigentlich, dass das häufig ein Leben, wo eben nicht so lebt, wie Gott sich das vorstellt, dass das was ist, was uns ja, verknächtet, also was uns eigentlich nicht gut tut, was uns eher Freiheit raubt, als Freiheit bringt.
00:17:36: und deshalb ist wie diese Empfehlung, dass diese Gebote und das, was man dort liest, das ist eher was sein soll, was uns, was dieser Freiheit-Ausdruck verleiht und was uns unser Leben zum Aufblühen bringt und nicht was uns, was irgendwie eine Knächtschaft wäre, die uns unterdrückt.
00:17:52: Du hast jetzt gerade gesagt, dass man die Bibel schon kann, oder wie die dass Jesus Nachfolgerinnen und Nachfolger damit umgegangen sind.
00:18:00: Und jetzt finde ich gerade noch eine wichtige oder spannende Agenda zu diesem Thema Gesetz, weil sie ja genau auch darum ringen.
00:18:08: Wie ist jetzt das?
00:18:09: Sie sind alles Juden gewesen, haben die Geburt vom ersten Testament, von unserem alten Testament auch ... Befolgt.
00:18:18: Und dann sind plötzlich Leute dazu gekommen, die auch an Jesus glaubten, die aber nicht Jude gesehen sind.
00:18:24: Und dann hat man genau das diskutiert, ob alle diese Gesetze übernehmen oder nicht.
00:18:30: Und dann haben sie sich dort entschieden, dass es eben nicht so ist, sondern dass man auch ... Christ sei ohne alle jüdischen Geburt zu halten.
00:18:41: Und von diesem her finde ich das wirklich ein guter Hinweis, dass man auch dort noch weiter leistet und schaut, wie haben die schon darum gerungen?
00:18:49: Welches Geburt muss man halten und welche nicht?
00:18:53: In der heutigen Zeit sieht es noch einmal ganz anders aus.
00:18:55: Die Theologie hat auch diese Aufgabe, oder das wird es übersetzen.
00:19:00: Wie kann man heute Jesus nachfolgen?
00:19:03: Das Gewinn des Seins fällt mir immer ein.
00:19:06: Die Ologe der damaligen Zeit sozusagen zu Jesus kommt und fragt, was ist eigentlich das höchste Gebot?
00:19:11: Und dann fasst Jesus das so schön zusammen und sagt, also Gott zu lieben, mit ganzem Verstand, mit einem Denken, mit einem Fühlen, mit einer ganzen Kraft.
00:19:21: und den nächsten Lieben will ich selber.
00:19:22: Und das finde ich vielleicht so als Quintessenz auch hilfreich, die Liebe zu Gott und die Liebe zum Nächsten, dass es irgendwie so das worum es geht.
00:19:31: Das ist eine schöne Quintessenz, ich glaube.
00:19:33: Wenn man uns jetzt überlegt, wir sind in der Situation, in der ich sagen kann, ich liebe den Gott und ich will, dass ich ihn in meinem Leben habe, braucht er noch etwas von mir, das er auch sagt.
00:19:48: Also nicht, dass er sagt, ich liebe dich, ich glaube, dass du
00:19:51: das sowieso.
00:19:52: Aber dass er sagt, ah ja, und du gehörst jetzt zu mir.
00:19:56: Gibt es da etwas, was man machen
00:19:58: muss?
00:19:59: Gibt es natürlich Menschen Vorstellungen davon, dass man zum Beispiel ein bestimmtes Gebiet beten müsste und erst dann wäre man wirklich dabei.
00:20:06: Und ich finde es beruhigend und entlastend.
00:20:09: Hey, Gott sieht unser Herz an.
00:20:11: Er weiß, wie es in meinem Herzen aussieht und ob ich innerlich mein Ja zu ihm gesagt habe.
00:20:16: Aber ich merke, wie das innerliche Prozesse, die brauchen manchmal äußerliche Formen.
00:20:20: Deshalb glaube ich, nicht Gott braucht irgendwie ein bestimmtes Gebet oder eine bestimmte Form oder dass ich da irgendwie was besonders mache.
00:20:27: Aber ich glaube, für den Menschen kann das eine Hilfe sein.
00:20:29: zum Beispiel zu sagen, ja da habe ich zum Beispiel irgendwo was nochmal festgemacht und habe vielleicht mein kleines Bändchen ans Kreuz gehängt oder eine Kerze angezündet oder das nochmal Gott gegenüber so formuliert, dass ich ihm gerne nachfolgen möchte und ich glaube, dass das nicht Gott braucht, sondern dass das für mich als Mensch eine Hilfe sein kann.
00:20:50: Wenn ich vielleicht Zweifel und diese Phasen gibt, wo es die Absendowns in meinem Herzen gibt, wo ich doch sagen kann, doch da... Der Gott hat ja zu mir gesagt und ich kann mich daran erinnern, wo ich das selber auch festgemacht habe.
00:21:03: Da kann es für den Menschen dann wie eine Erinnerungstützer oder eine Erinnerungshilfe sein.
00:21:07: Sozusagen eine äußerliche Form für etwas, was innerlich passiert
00:21:10: ist.
00:21:11: Sehr, sehr gut gesagt.
00:21:13: Und das ist eigentlich auch das, was man in der Bibel liest.
00:21:16: Also da gibt es mehrere Begriffe, für das zum Glauben zu kommen.
00:21:20: Und das eine Wort ist Wiedergeburt.
00:21:24: Es ist komisch, wenn man sich das vorstellt, dass man wieder geboren wird von dem neuen Leben an.
00:21:30: Das ist etwas, das einfach Gott schenkt.
00:21:31: Das ist einmalig.
00:21:33: Dann gibt es Begriffe, Bekehrung, Umkehr, Buse.
00:21:37: Das geht alles zusammen.
00:21:39: Das sind alles äussere Sachen, die man mehrmals machen kann.
00:21:43: Das sind Sachen, die einen Menschen helfen, um das festzumachen.
00:21:49: Das Ritual wird dann echt auf sein.
00:21:55: Einmalig, wie öffentlich gemacht habe, gehöre ich zu Gott.
00:21:58: Ich gebe mein Ja dazu, zu seinem Ja.
00:22:02: Und da hat sich das jetzt auch verändert durch die Geschichte durch, dass wir dann im Mittelalter angefangen Kinder taufen und dann fällt wieder der Bekenntnischarakter weg.
00:22:11: Dann hat man das mit der Konfirmation oder mit der Firmung probiert, wieder reinzuholen, dass man so eine Art Bekenntnis auch hat.
00:22:20: Aber ich glaube, Die genaue Form, da sind wir irgendwie frei.
00:22:24: Aber dass man diesen irgendwie Ausdruck gibt, das macht Sinn auf jeden Fall.
00:22:29: Das finde ich auch schön, weil unser ganzes Mensch sein gehört dazu und deshalb ist das nicht was nur innerlich, sondern die Form und die Gemeinschaft und das Äußerliche, das gehört irgendwie vor allem dazu.
00:22:41: Wenn man da bei der Taufe sind, du hast gesagt, das ist wie eine Wiedergeburt.
00:22:47: Das wird unterschiedlich gelebt mit der Taufe.
00:22:52: Wenn ich neu bin, was kann ich mir hier sagen?
00:22:56: Was soll die Taufe sein für mich?
00:23:00: Was ist die Einordnung der Taufe in diesem ganzen Konstrukt vom Glauben?
00:23:05: Nicht, dass ein Missverständnis passiert.
00:23:07: Ich würde nicht sagen, dass die Taufe ein Wiedergeburt ist.
00:23:11: Sondern die Wiedergeburt ist ein innerliches Geschehen.
00:23:13: Mit der Taufe gebe ich den Ausdruck dieser Wiedergeburt.
00:23:20: Da bin ich ziemlich reformiert, prägt und finde, es ist vor allem ein Symbol.
00:23:26: Es gibt andere Strömige im Christentum, die sagen, da ist noch viel mehr dahinter.
00:23:31: Es braucht unbedingt diese Taufe.
00:23:34: Zu reformierter Sicht würde ich sagen, es braucht Taufe nicht, dass man in den Himmel kommt oder was weiss ich, sondern es ist einfach eine richtige Hilfe.
00:23:44: Man knüpft an dieser Tradition und sagt, ich hör zu.
00:23:48: Zu dieser Kirche, zu dieser Familie, kann man sagen, eine Aufregung und Schlusszeichen, die es über viele Generationen schon gibt und auf der ganzen Welt
00:24:01: gibt.
00:24:02: Für mich ist es auch Beeindruckend, dass, wie für die ersten Jesus-Nachfolgerinnen und Nachfolger, da war ganz klar, wenn jemand zu dem Jesus gehört, dann lässt die Person sich taufen.
00:24:12: Und Jesus selber hat sich auch taufen lassen.
00:24:14: Und deshalb ist für mich eigentlich die Frage, wenn man jetzt nur nicht getauft ist und dann sagt, okay, ich möchte zu dem Gott gehören, würde ich immer sagen, ja, warum nicht sich taufen zu lassen?
00:24:23: Was hindert dich daran?
00:24:24: Und ich finde es schon ganz, ganz stark, was so dort.
00:24:27: auch symbolisch passiert, dass man, wie sagt man es, in den Tod von Jesus und in seine Auferstehung hineingetaufft.
00:24:34: Und es ist so eng mit ihm verbunden, dass ein Nix davon trennen kann und dass es wie in der Betaufe mit dem Wasser, also früher auch oder in manchen Traditionen auch ganz schnell mit dem Untertauchen, dass das da wie noch mal so sichtbar und erlebbar wird.
00:24:48: Und das finde ich ein ganz, ganz starkes Symbol dafür für die Zugehörigkeit zu dem Jesus, aber auch für die Zugehörigkeit zur Gemeinde.
00:24:56: Und das ist ja manchmal auch so eine praktische Frage, macht man das vielleicht für sich persönlich im ganz kleinen Kreis und so was.
00:25:02: Und klar, da gibt es unterschiedliche Sichtweisen dazu, aber ich finde es auch schön, dass man wie bei der Taufe das auch feiert, dass man damit in eine Gemeinschaft wie hinein getauft wird, auch Teil davon ist und die Gemeinschaft auch Verantwortung übernimmt für jemand, der neu getauft wird und sagt, hey, wir wollen die Person, sei es ein Kind oder auch jemand Erwachsenes, auch auf diesem Glaubensweg begleiten.
00:25:24: Und das finde ich auch ganz schön, dass man, ja, man feiert Gottes Ja zum Menschen und gleichzeitig ist auch die Feier die Aufnahme in die Gemeinschaft, die dann auch Verantwortung für die Person mit übernimmt.
00:25:36: Und da darf ich auch auch Hilfe sein, wenn man Zweifel hat.
00:25:40: Das gehört zum Glauben dazu und das ist auch gesund und gut, dass man immer wieder mal zweifelt.
00:25:45: Und dann kann man auch sein, dass man sich daran erinnert und sagt doch, ich weiss, aber ich bin teuf.
00:25:50: Ich gehöre zu Gott und Gott hat ja zu mir gesagt, das kann wie auch eine Hilfe sein.
00:25:56: Und das wäre vielleicht auch noch eine praktische Sache.
00:25:58: Vielleicht gibt es ja Hörerinnen und Hörer, die sagen, ich bin als Kind getauft.
00:26:02: Mir hat es dann aber gar nicht irgendwie was bedeutet, der Glaube.
00:26:04: Und jetzt entdecke ich das neu, was mache ich denn jetzt eigentlich?
00:26:07: Und da wäre eine Form, wie man das machen könnte, wäre auch so ein Tauferinnerung, dass man das wie auch kann man so auch zu einer Pfarrperson, zu einer Pastorin hingehen und das besprechen, wie man das konkret machen kann.
00:26:17: Und dass man vielleicht nochmal ein Kreuz auf die Stirn gezeichnet bekommt und wie die eigene Taufe bestätigt und sich daran erinnert.
00:26:23: So könnte man das dann.
00:26:24: wie auch noch einmal sozusagen erneuern, die Taufe, die man als Kind schon vorgezogen wurde.
00:26:31: Verstehe ich euch richtig, dass ihr auch hier sagt,
00:26:34: die Form
00:26:35: ist gar nicht so wichtig.
00:26:37: Es geht teilweise mehr darum, dass es ein Symbol für etwas ist und was es für mich bedeutet oder was es für Gott bedeutet.
00:26:47: Was meinst du genau mit der Form ist nicht so wichtig?
00:26:49: Es gibt ja ganz verschiedene, allein im Christentum ganz viele verschiedene Ansichten zu der Taufe.
00:26:58: Wo ich jetzt von euch heraus gehöre, wie genau das passiert, kommt eigentlich nicht so darauf an, sondern es geht darum, dass man den Prozess geht.
00:27:11: Also ich glaube, die Taufe wäre was, was uns einerseits verbindet.
00:27:15: Weil Taufe ist so, wie ich das verstehe, in allen christlichen Traditionen ist es etwas ganz, ganz Wichtiges, was ganz Entscheidendes.
00:27:22: Und in der Tradition ist es immer wichtig, die Taufe.
00:27:25: Also und dann ist es etwas Wichtiges und was uns verbindet und gleichzeitig aber auch im Verständnis trennt, dass manche sagen, ja, das ist sehr stark.
00:27:33: Also manche würden sehr stark betonen, hey, das ist Gottes Jahr zum Menschen und das steht am Anfang, bevor der Mensch sich dazu irgendwie verhalten kann.
00:27:41: ist der Gottesjahr zum Menschen das Entscheidende und das feiern wir auch in der Taufe.
00:27:45: Und deshalb taufen wir zum Beispiel Kinder, weil wir das Jahr Gottes groß machen.
00:27:49: Und andere würden zum Beispiel stärker die persönliche Entscheidung hervorheben und wir uns sagen, ja, das ist aber ganz wichtig.
00:27:54: Also bei den Kindern tauft man ja damit sie irgendwann selber antworten können darauf.
00:27:59: Und andere würden sagen, wir taufen Erwachsene, weil es auch einen starken Bekenntnis-Charakter hat, also dass jemand selber auch sagt, ja, Ich bekenne mich zu dem Jesus und dann wird man getauft.
00:28:08: Genau, da gibt es unterschiedliche Ansichten.
00:28:10: Ganz praktisch würde ich, glaube ich, auch schauen, hey, wo bin ich gerade irgendwo gemeintlich unterwegs?
00:28:15: Wo bin ich gerade angedockt?
00:28:16: Wo gehöre ich dazu?
00:28:17: Was ist dort gerade die Handhabung, die Tradition?
00:28:20: Und dann kommt es vielleicht mehr aufs Dass an, als aus Sie.
00:28:25: Ja, und ich... Mir stört das ein bisschen, wenn Gemeinden sagen, du bist jetzt... Es ist auch nicht katholisch, dass es bei uns zählt.
00:28:36: Denn Taufi hat auch verbindende Charakter.
00:28:39: Und wenn man sagt, nein, nur unsere Taufi ist die richtige, dann tötet man eine Keilung in die verschiedenen Strömungen.
00:28:48: Das stört mich.
00:28:50: Ich bin fest davon überzeugt, wir sind ein Lieb.
00:28:54: Jesus ist der Kopf der Fose und wir gehören zusammen.
00:28:58: Aber natürlich, wenn man jetzt in so einer Gemeinde geht, was heisst, lasst sich doch noch mal taufen, du bist ja nicht nur ein Kind tauft, es wäre doch jetzt gut, dass du wachst.
00:29:06: Dann kann man das auf jeden Fall für sich prüfen.
00:29:10: Und vielleicht ist es auf dem Weg, vor der Umkehr zu Gott zum Glauben zu kommen, ist es vielleicht wirklich daran, als wachsender eine Tauverinnerung zu machen, wie Heike gesagt hat, oder sich in diesem Kontext der Gemeinde taufen zu lassen.
00:29:27: Dann haben wir das nicht völlig ablehnen.
00:29:34: Schauen wir mal auf das Ganze.
00:29:36: Wenn ich neue Glauben will, was denken Sie, ist das Wichtigste in diesem Moment.
00:29:44: Ich glaube, hey.
00:29:46: Freude an dem.
00:29:47: Also das finde ich ganz ganz wichtig, dass es nicht ein Grammfisch.
00:29:50: und jetzt denke ich, was muss ich jetzt alles machen und wo?
00:29:53: wie sind meine To-dos?
00:29:55: und das erlebe ich in der Begegnung mit Leuten, die neu zum Glauben kommen oder sich dem Glauben annähern.
00:30:01: Das erlebe ich auch, dass ich eine Freude da ist über das neue Leben, über das Geschenk von Gott, über die bedingungslose Liebe und es auch feiern und genießen und sich daran freuen und dann so Ja, dann weiter auf dem Weg sein.
00:30:14: Also für mich wäre wichtig, wie selber auch Teil von der Gemeinschaft zu sein, selber den Fragen nachzugehen, vielleicht Teil von einer kleinen Gruppe, wo man sich trifft, zum regelmäßigen Bibel lesen und da auf den Weg weiter zu kommen, zu schauen, wo bin ich Teil?
00:30:29: von der Gemeinde, von einem Gottesdienst, wo feiere ich Gottesdienst mit anderen Leuten und selber eine Gebetspraxis zu entwickeln und zu gucken, hey, wie mache ich das eigentlich?
00:30:39: Was passt zu mir?
00:30:40: Was sind die Formen, die für mich stimmig sind?
00:30:42: Ja, so wäre ich in die Richtung.
00:30:44: Ich würde auch sagen, Gemeinschaft ist mein wichtigste, aber Gemeinschaft in Freiheit.
00:30:50: Kurz und knapp, danke vielmals euch beiden für das Mitdiskutieren und danke dir fürs Zulösen.
00:30:57: Wenn du Fragen und Anliegen hast, darfst du uns gerne schreiben.
00:31:01: Du findest in den Show Notes unser Kontakt und wenn dir Glaubenkompakt gefällt, dann darfst du den Podcast auch gerne abonnieren und weiterempfehlen.
00:31:10: oder uns auch finanziell unterstützen.
00:31:13: Wir, also Ihre F-Medien, die glauben, kompakt und andere Podcast produzieren, leben vor Spenden.
00:31:19: Auch dazu findest du Infos in den Shownots.
00:31:23: Im nächsten Podcast geht es um ein Thema, das wir schon ein paar Mal angesprochen haben.
00:31:27: Das Zweifeln.
00:31:29: Wie kann ich als Mensch damit umgehen, wenn Glaubensfragen offen bleiben?
00:31:33: Und ja,
00:31:34: auch
00:31:34: was denkt echt Gott dazu, wenn wir zweifeln?
00:31:38: Ich freue mich, Wenn du dann auch wieder zulassen hast, macht es gut und bis dann.
00:31:42: Glauben kompakt.
00:31:44: Künstliche Spiritualitäten, Forschen, Verstehen,
00:31:50: Leben.
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